Vogelfutter

Vögel in den eigenen Garten einzuladen, ist so bereichernd.

Ihr Gesang, ihr Flug, ihre Anmut begeistern Frau Farn sehr.

Immer. Aber im Winter vielleicht am meisten.

Denn da schenken sie einen Funken Leben,

wenn sich draussen sonst wenig regt.

 

Die Diskussion, ob Zufüttern im Winter nun sinnvoll ist oder nicht, betrachtet mehrere Faktoren. Die wichtigsten sind für Frau Farn dabei

1. die Gestaltung des Gartens:

In einem naturnahen Garten finden unsere heimischen Wildvögel in der Regel auch im Winter ein ausreichendes Nahrungsangebot. Naturnah meint in diesem Zusammenhang -neben dem selbstverständlichen Verzicht auf jegliche Chemie- den Anbau von Pflanzen, deren Samen und Früchte Vögel fressen und diese auch im Winter stehen zu lassen.

2. das Wetter:

schwierig wird es erst bei anhaltendem Schnee.

Dann ist das gezielte Zufüttern durchaus förderlich für unsere Freunde der Lüfte. 

 

Natürlich frisst nicht jeder Vogel dasselbe, aber die angebotenen Futtermischungen decken die Vorlieben der meisten heimischen Wildvögel ab.

Diese sind im Handel in unterschiedlichen Formen erhältlich: als vorgefertigte Knödel oder Ringe oder auch lose als Streufutter. Die geformenten Varianten beinhalten meist Rindertalg, der das ganze zusammenhält und eine zusätzliche Fettquelle für die gefiederten Gäste darstellt. Das Netzgewebe, in das sie oft zusätzlich eingehüllt sind, vereinfacht die Aufhängung ... besteht jedoch aus Plastik. Darauf kann Frau Farn gut verzichten.

 

Zum Glück kann man sowas ganz leicht selbermachen, Formen nach eigenem Gusto verwenden und so das Nützliche mit dem Schönen verbinden. Und preisgünstig ist es auch.

 

Man braucht lediglich

  • eine fertige Streumischung
  • oder kombiniert eine eigene aus diversen Zutaten wie                Sonnenblumenkernen, Erdnuss-/Haselnussbruch,                                                       Hanf-, Mohn-, Distel- und andere Samen, Bucheckern,                                             Hirse, Getreidekörner, weizenkleie, Rosinen
  • kokosfett (vegane Alternative zu Rindertalg)
  • Förmchen (am leichtesten geht es mit Silikonformen)
  • evtl. Strohhalme/ Äste und Schnur für die Aufhängung

 

 Und so geht´s:

  • Kokosfett in einem Topf schmelzen
  • etwas auskühlen lassen
  • Körnermischung einrühren
  • mit einem Löffel vorsichtig in vorgesehene Förmchen füllen
  • ggfs Strohhalm oder Ast hineinstecken
  • an einem kalten Ort einige Stunden fest werden lassen
  • vorsichtig aus der Form lösen                                                                                 (starre Formen ganz kurz in eine Schale mit wenig warmem Wasser stellen)
  • ggfs Strohhalm entfernen, Schnur durch das Loch ziehen oder mit Schnur umwickeln

Da das kokosfett vglw schnell schmilzt, verwahrt Frau Farn ihre kleinen futterküchlein bis dahin an einem kühlen Ort auf.

Mit etwas Fantasie und Improvisationsgeschick sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Frau Farn findet ihre ersten kleinen Werke total schön und hat sich schon allerhand überlegt, wie sie im Garten drapiert werden: die Mini-Küchlein auf ein mit Moos ausstaffiertes tablett, die größeren einzeln hängend, die ganz Kleinen an Girlanden und Mobilés. Dazu wird´s noch etwas Obst geben, das mögen ihre gefiederten Freunde auch gern.

 

 

 

 

 

 

Und zwei hängende Stationen für loses Streufutter.

So kann der Winter nun getrost kommen. Frau farn freut sich darauf vom warmen, heimeligen Wohnzimmer aus zu zusehen, wer draussen vor dem fenster tanzt. 

 

Weitere Anregungen zum Thema "Gestaltung eines vogelfreundlichen Gartens" findet man z.B. beim NABU.