Sprossen selber ziehen

Sprossen sind eine klasse Angelegenheit. Frau Farn zieht immer mal wieder welche, weil die echt lecker und soo gesund sind.

 

Frisches Grün wann immer du willst

Sprossenzucht ist eine super Möglichkeit, sich auch im Winter mit vielen Vitaminen zu versorgen. Die Nährstoffdichte ist im Jungstadium einer Pflanze besonders hoch.

 

geschmacksvielfalt

Je nach verwendetem Keimgut kann man milde, nussige oder scharfe Sprossen ziehen.

 


Spezielles Sprossenkeimgut ist im Handel erhältlich. Extra Gläser (definitiv der Plastikvariante vorzuziehen!) für die Anzucht ebenfalls.

Frau Farn hat ihre vom Flohmarkt erstanden und findet sie schon praktisch und auch optisch ganz hübsch. Man kann sich aber auch mit sehr einfachen Mitteln ein eigenes Gefäß basteln (Glas mit perforiertem Plastikdeckel).

Für eine durchgehende Sprossenversorgung benötigt man drei bis vier Gläser.

Aber zum Ausprobieren reicht natürlich erstmal eins.

Experiment: eigenes Saatgut

kürzlich hat Frau Farn folgendes probiert: im letzten Jahr hatte sie in einem Teil des Gartens eine gemischte gründungung ausgebracht, von denen sich einige Pflanzen selbst ausgesät hatten. Da diese die Bodenqualität nachhaltig verbessern, Mulchmaterial liefern und auch viele Insekten anlocken, hat Frau Farn sie größtenteils wachsen lassen.

Darunter auch einige BuchweizenPflanzen, Deren Samen FRau Farn dann in die Sprossengläser gegeben hat. Das hat super geklappt.

 

Natürlich ist das nur eine Spielerei. für ein paar Keimgläser reicht die Ernte.

Um sich mit ausreichend Keimgut für den Winter zu versorgen müsste man schon eine größere Fläche dafür reservieren. das Tolle ist, dass man so viele verschiedene Samen nutzen kann. Und alle schmecken anders.

die bekanntesten Sprossen werden aus diversen Hülsenfrüchten und Getreidearten gezogen, aber es gibt weitaus mehr Arten, die man verwenden kann. zum Beispiel:

  • Amaranth (Amaranthus)

  • Buchweizen (Fagopyrum esculentum)

  • Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes)

  • Radieschen (Raphanus sativus subsp. sativus)

  • Rettich (Raphanus sativus)

  • Zwiebeln (Allium, verschiedene Sorten)

  • Brokkoli (Brassica oleracea var. silvestris)

  • Rotkohl (Brassica oleracea convar. capitata var. rubra)

  • Rucola (Eruca sativa)

  • Gartenkresse (Lepidium sativum)

  • Leinsamen (Linum usitatissimum)

  • Senf (Sinapis alba)

  • Sonnenblumenkerne (Helianthus annuus)

  • laut Wildkräuterbuch auch Spitzwegerich, Giersch, Sauerampfer und Vogelmiere

 

 

 

 

einweichen

Etwa einen Esslöffel Samen in einem Sieb abspülen. Anschließend müssen Die meisten Samen zunächste einige Stunden in Wasser eingeweicht werden. Die Einweichzeit ist vom Keimgut abhängig.

Frau Farn lässt das Keimgut meist über Nacht im wasser stehen.

spülen

Etwa zwei Mal täglich (besser öfter als weniger) sollte das Keimgut nun mit frischem Wasser gespült werden.

 

Frau Farn benutzt das verwendete Wasser dann zum Blumengießen.

beim wachsen zusehen

Ruck zuck, nach zwei bis vier Tagen gehen die Samen auf und schieben ihre Sprösslinge flink empor.

 

Frau Farn lässt diese dann noch zwei, drei oder vier Tage wachsen.

Wenn sich die ersten zarten Blättchen öffnen, holt Frau Farn sie aus den Keimgläsern.


Simsalabim

Fertig ist eine gesunde, leckere und manchmal auch bunte Zutat für Salat, Pfannengerichte, Wraps. Lecker auch als Brotbelag. Viele Sorten eignen sich für Rohkost, manche (insbesondere Hülsenfrüchte) sollten vor dem Verzehr kurz blanchiert werden.

 

Bei der Anzucht sollte natürlich auf Hygiene geachtet werden! Das Keimglas nicht in die direkte Sonne stellen. Eine halbschattige Fensterbank oder ein heller Platz auf der Küchenzeile ist optimal. Feiner Flaum an den Wurzeln ist bei einigen Sorten normal, trotzdem immer auf Schimmelbildung achten.

 

Nach Gebrauch sollte das Keimgefäß immer heiß gespült werden.