Bienenbauten und Pflanzenkuscheln

Es summt und brummt gewaltig im Farnland!

Sind es wirklich mehr Insekten oder ist Frau Farns Aufmerksamkeit nur fokussierter? Vermutlich eine Mischung aus beidem.

 

Fakt ist aber, dass Frau Farn mehr verschiedene Wildbienenarten beobachtet. Bei ihrer stetigen Nahrungssuche, beim Sonnenbaden, beim Heranholen von Baumaterial und beim Anlegen ihrer Nester.

 

Das Farnland ist in Bienenhand! Inzwischen tut Frau Farn keinen unbedachten Schritt mehr, denn der Boden ist an verschiedenen Stellen mit Eingängen zu Bruthöhlen übersät.

Frau Farn ist schwer begeistert.

 

Die putzige graue Sandbiene nistet mitten im Rasen.

Manche Wildbienen benötigen für ihre Nester offenen Boden. An den etwas exponierteren Stellen finden sich hier teilweise ganze Kolonien von solchen Nestern. Vor allem im Vorgarten, der nur sehr wenig betreten wird und wo viel Sonne hinkommt, ragen viele kleine Erdkrater empor. Manchmal hat Frau Farn Glück und kann einen der Baumeister beobachten, für ein schönes Bild braucht es aber mehr Geduld als Frau Farn momentan aufbringt :)

 

Die roten Bienen, die auch an der Feuerstelle fleißig zugange sind, nisten in Löchern in der Hauswand und nehmen auch die bereitgestellten Insektenhotels an.

Diverse andere Arten sind unterwegs, die aber zu flink für die Kamera sind und sich nur schwer bestimmen lassen. Soviel zu den Bienchen.

 

Ebenso wichtig sind natürlich andere Insekten, und auch davon schwirren hier einige umher. Besonders freut sich Frau Farn, wenn sie einen vergleichsweise selten gewordenen Falter oder Käfer erspäht. Das geschieht hier nämlich durchaus. Eine kleine Stadtoase ist dabei sich zu entfalten :)

Vorgestern ist ein Aurorafalter an Frau Farn vorbeigeflattert, ein Bläulingspärchen taumelte durch die Luft und sie hat den ersten Feld-Sandlaufkäfer ihres Lebens gesehen. Das sind die kleinen großen Glücksmomente!

Solche Begegnungen bestärken sie ungemein in ihrem Gartenkonzept und zeigen, daß man mit wenig Aufwand viel tun kann für die heimische Artenvielfalt, für eine bunte und lebendige Welt.


Die Pflänzchen gedeihen derweil ebenfalls prächtig.

Mindestens zwei Mal am Tag werden die kleinen Zöglinge auf der Fensterbank sorgsam betrachtet, bei Bedarf leicht gegossen und -ganz wichtig- liebevoll gestreichelt.

Verständnisloses Stirnrunzeln?

Verkehrte Romantik oder gar esoterisches Gedöns?

Nix da! Erwiesenermaßen hat das nämlich zur Folge, dass die Pflänzchen robuster werden, was besonders bei etwas langstieligen Vertretern hilfreich ist. James Wong bezieht sich in "Aromarevolution im Garten" auf eine amerikanische Studie, laut der das Streicheln Wind oder vorbeistreichende Tiere simuliert, auf die die Pflanze mit Stoffen reagiert, die sie "widerstandsfähiger gegen Kälte, Wind und sogar Schädlinge macht" (Penguin Random House, 2015, S.34).

Das klingt doch vielversprechend. Und logisch.

 

Also, ruhig mal ein paar Streicheleinheiten verteilen!

Laut James Wong setzen manche Großproduzenten dafür sogar Roboter ein... verrückte Welt.

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