Viele Blumen = viele Bienen

Und schwups ist er da: der März.

Mit ihm haben mildere Temperaturen Einzug gehalten... und Frau Farn sprudelt nur so vor Ideen. Besonders am Herzen liegt ihr neben der Gestaltung des künftigen Hühnergeländes (es geht voran) die Neuanlage des Vorgartens.

 

Das ist nochmal ein ganzes Stück bislang ungenutzter Fläche. Hier soll eine Wildblumenwiese, eine Bienenweide voller nektar- und Pollenreicher Pflanzen entstehen. Frau Farn malt sich ein emsiges Flattern und Summen aus und lächelt verträumt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Zwischen all dem Blütenreigen wird noch eine Steinpyramide gebaut. und mindestens eins von

den gebastelten Insektenhotels platz finden.

 

Frau Farn hat daran noch Dachwurzpflänzchen angebracht, so hübsch!

 

Wie dringend nötig all unsere fliegenden, kriechenden und krabbelnden Mitgeschöpfe diese Nahrungsquellen brauchen, wird Frau Farn bei jedem Spaziergang durch die Siedlung schmerzlich klar. Sie sieht zunehmend jene Steinvorgärten, die kaum einem Lebewesen Heimat versprechen.

Lieblos. Kühl.

 

Der Vorgarten besteht derzeit noch aus einer von Gräsern und Sträuchern umsäumten Rasenfläche. Dort haben sich bereits einige Pflanzen von selbst angesiedelt, darunter Schafgabe, Veilchen und Kamille.

Das ist schonmal ein Anfang. Aber eine richtige Bienenweide ist soviel mehr!

Ein riesiges Potpourri aus heimischen Pflanzen, die wertvolle Nahrungsquellen für Insekten sind. Gut kombiniert blüht vom Frühjahr bis zum Frost immer etwas davon.

 

Viele der Pflanzen mögen einen eher mageren Boden. Die Grassoden möchte Frau Farn abtragen. Vielleicht auch einen Teil der oberen Humusschicht. Zwischen dem dominanten Gras haben nur wenige andere Pflanzen eine Chance zu überlben. Und die abgetragene Erde und Rasenstücke kann sie gut an anderer Stelle verwenden: für die Anlage eines neuen Hügelbeetes.

Extra Sand oder Schotter anliefern lassen, möchte Frau Farn möglichst vermeiden. Erstmal so versuchen, und gucken was geht.

 

 

 

 

Frau Farn vermengt eine Mischung

aus 7o verschiedenen Bienenweiden

mit gesammelten Samen von Mohn, Margheriten, Lein und vielem mehr.

 

Wie das schon duftet!

 

Frau Farn lässt die Körner durch ihre Hände rieseln.

 

Was davon wird wohl aufgehen?

Was sich dauerhaft ansiedeln?

Was die meisten Tiere anlocken?

Frau Farn träumt.

Da die Samen nur sehr dünn verstreut werden, sollten sie für etwa 1000 qm reichen. Sie bastelt kleine Saatgutpäckchen. Zum Verschenken. Zum Mitnehmen. Für alle, die hier vorbeikommen. 

Direkt vor der Blumenwiese an der Strasse soll ein Schränkchen dafür bereitstehen. Das hat sie schon vorbereitet. Braucht nur noch ein kleines Regendach, dann kommt es raus.  

Wenn noch Saatgut übrig bleibt, wird es zu Seedbombs verarbeitet :)

 

 

Wie schön wäre es, wenn sie einen blühenden Teppich weben könnte, der sich weit über den Garten hinaus erstreckt, denkt sich Frau Farn.

Wie wunderbar, wenn es mehr bunte Inseln geben würde.

 

Jede noch so kleine Bewegung in Richtung mehr Natur macht einen Unterschied.

Frau Farn krempelt die Ärmel hoch, sie hat zusätzlich ein paar Hortus-Flyer im Schränkchen platziert. Vielleicht regt ihr künftiger Vorgarten ja tatsächlich jemanden zum Umdenken an?

 

 

 

 

 

 

 

 

Vielleicht wecken die gemalten Schilder Aufmerksamkeit, lassen den Blick schwenken zur Blumenwiese und dem Schränkchen?

Wie viele Menschen sie letztlich damit erreicht, bleibt abzuwarten.

Frau Farn rechnet nicht mit einer Revolution.

Aber wenn die KITA Gruppe, die hier oft spazierengeht, Oder ein Marktbesucher... innehält im geschäftigen Gehen, stehenbleibt, einen Moment länger als gewöhnlich, um zu schauen... und sich nur ein Mensch Saatgut mitnimmt, es auch aussät und gewähren lässt, wäre das schon toll. 

 

Frau Farn hat jedenfalls sichtlich Spaß an der Idee und der Umsetzung.

Und freut sich total auf die Blumenwiese. Jede Blüte eine Überraschung.

Und das bis zum Frost. Bilder folgen im Jahresverlauf.

 

 

 

 

 

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