yum-yum! yams!

und noch so ein experiment

 

Beim Durchstöbern ihrer Pflanzenkataloge weckt so manches bis dato unbekannte Gewächs Frau Farns Neugier. Im Frühjahr 2016 war es die Yams, genauer gesagt die chinesische Yams (Dioscorea batatas), deren Beschreibung Frau Farns Gärtnerinnenherz höher schlagen ließ.

 

Yams, schonmal gehört, aber noch nie irgendwo gesehen geschweige denn gegessen. Und die soll tatsächlich hier wachsen? Ausprobieren geht immer über spekulieren, also wurde ein Exemplar bestellt. Einige Wochen später kam dann ein kleiner Topf hier an. Kein Grün, kein Leben erkennbar. Aber ein Stück der Wurzel reicht für das Anziehen einer neuen Pflanze. Und nach ein paar Tagen auf der Fensterbank, einigen ermunternden Worten und wärmenden Sonnenstrahlen begann es tatsächlich zu spriessen!

 

Yams wachsen ähnlich wie Süßkartoffeln, also oberirdisch rankend und die Knollen in der Erde verwurzelt. Und das teilweise sehr tief! Daher werden Yams meist auf Hügelbeeten oder in aufklappbaren tiefen Kisten angebaut. In Südamerika, Afrika und der Karibik zählen Yams zu den Traditionellen Lebensmitteln, die mit ihrem Stärkegehalt eine ähnliche Rolle in der Ernährung spielen wie hierzulande die Kartoffel. Daneben enthält sie noch allerhand Gutes: Provitamin A, Kalium, Phosphor Allatonin und mehr. Sie findet Anwendung in der TCM als auch in der anthroposophischen Heilkunde.

 

Yams lassen sich durch die Wurzelknollen als auch die sogenannten Brutknöllchen, die nach der Blüte an der Ranke wachsen, vermehren.

So kann man im nu komma nix aus einer Pflanze ganz viele gewinnen.

 

Lagern kann man sie auch. Wie Kartoffeln.

Yamswurzeln können laut Beschreibung bis zu 2m lang werden.

Dass ihr dies mal gelingt, bezweifelt Frau Farn aber noch.

Im nächsten Jahr wird sie die Yams aber mal in einer dafür noch zu bauenden Kiste anpflanzen, die entsprechend tief und mit lockerem Substrat gefüllt ist. Und dann mal sehen :)

 

Letztes Jahr hat sie die gelieferte Knolle also zunächst im Topf im Haus vorkeimen und wachsen lassen und mit einigen Ästen zum Emporranken versehen. Später, als es draussen endlich warm genug war, zogen sie dann ins Freiland um. Auf einen kleinen Hügel. Dort erklommen sie in WIndeseile ein etwa 2m hohes Rankgerüst.

 

Das Blattwerk gefällt sehr: Stark geädert, sattgrün und formschön tanzen sie im Wind. Im Herbst leuchten sie noch eine Weile in strahlendem Gelb, manche mit einem Hauch von rosa-Orange, bevor sie langsam abfallen.

Eine kleine Schale mit Brutknöllchen hat Frau Farn noch gepflückt, dann die Ranken abgeschnitten. Die ausgegrabenen Wurzeln wurden in eine Bäckerkiste gesetzt und mit Erde und Blattkompost bedeckt im Schuppen überwintert.

 

Dieses Jahr hat Frau Farn die Brutknöllchen im Haus vorgezogen und später mit in die Kiste mit den überwinterten Yams gesetzt. Im Mai kam das ganze dann nach draussen und erhielt ein mächtiges Rankgerüst aus Ästen.

 

 

 

Die Blüten sind zart und eher unscheinbar. Sie sollen einen zimtartigen Duft verströmen. Den hat Frau Farn aber bisher noch nicht an ihnen vernommen.

Deshalb hat sie wohl auch vergessen, sie zu fotografieren.

Nächstes Jahr dann.

 

Dieses Mal gab´s nämlich die erste richtige Ernte. Neben einer Hand voll Brutknöllchen sind in der Kiste und durch den Gitterboden ins Erdreich hinein Wurzelknollen gewachsen.

 

Die großen Wurzelstücke hat Frau Farn sich schmecken lassen. Der Vergleich mit Süßkartoffel oder Marone trifft es ihrer Meinung nach nicht ganz. Sie meint, es ist schon ein ziemlich kartoffeliger Geschmack, wobei die Konsistenz eher an Topinambur erinnert. Auf jeden Fall gut essbar.

 

Beim Anschneiden der Wurzeln tritt ein milchiger klebriger Saft aus. Ähnlich wie bei Schwarzwurzeln. Davon stehen ja auch noch ein paar vereinzelte Exemplare im Beet.

 

Die kleineren Wurzelstücke lagert Frau Farn nun mit den gesammelten Brutknöllchen ein, als Pflanzgut für die nächste Saison.

Bedingt winterhart sind die Pflanzen wohl auch, denn Ein Wurzelstück hat sich letztes Jahr wohl so gut in der Erde versteckt, dass es Frau Farn beim Ausgraben durchgegangen ist. Es hat überlebt und ist wieder ausgetrieben. Frau Farn lässt sie nun auch dort. Mal sehen, wie lange das gut geht und ob sie vielleicht nächstes Jahr noch kräftiger ausschlägt.

 

Frau Farn ist gespannt. Auch wie das dann mit ihrer geplanten Kiste so wird.

Und überhaupt: es gibt ja so viel auszuprobieren.

Ein paar neue Pflanzen stehen schon auf der Wunschliste.

Und das noch bevor die neuen Pflanzkataloge erschienen sind.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Steffi (Mittwoch, 15 November 2017 19:52)

    Also ich fad sie lecker als ich probieren durfte