amandes de terre: très bon

schonmal Erdmandeln probiert?


Amandes de terre das klingt doch bereits superköstlich, dachte Frau Farn als sie die französiche Bezeichnung der Erdmandeln, auch Tigernüsse genannt, hörte. Ihre Neugier war geweckt.

Die kleinen Knollen sind botanisch betrachtet keine Nüsse sondern Sauergrasgewächse. Sie haben aber einen Mandelartigen, süsslichen Geschmack. Obwohl in manchen Biomärkten getrocknet oder als müslismischung erhältlich, sind sie noch weitesgehend unbekannt hierzulande. Dabei werden sie in vielen Teilen der Erde schon sehr lange kultiviert.

Erdmandeln können roh, geröstet, gebraten und gekocht gegessen werden.

Sie werden gerne als Zutat in Müslis oder Backwaren verwendet. Man kann aus ihnen Erdmandelmilch herstellen oder (geröstet) einen Kaffeeersatz.

 

Die Gewinnung von Mehl oder Öl ist eine weitere interessante Nutzungs-möglichkeit, die aber für Frau Farn erstmal nicht in Frage kommt ;)

 

Erdmandeln überzeugen nicht nur geschmacklich, sondern weisen sich durch einen hohen Gehalt an EISEN & kALIUM, den Vitaminen c+ E, Ballaststoffen sowie einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren als richtig gesund aus. Zudem sind sie gluten- und lactosefrei und für Nussallergiker geeignet.

 

Bioprodukte aus dem Handel sind vergleichsweise teuer, daher lohnt der Eigenanbau auch aus finanzieller Sicht durchaus.

 

Anbau im eigenen Garten


Frau Farn hat als Ausgangssaatgut etwa 15 getrocknete Knollen verwendet und diese im Frühjahr auf der Fensterbank vorgezogen. Die Erdmandeln sollten zunächst 24 Stunden eingeweicht werden, dann wurden 4 Knollen pro Topf gesetzt (in lockeres Anzuchtsubstrat). Rasch zeigten sich die ersten zarten Halme, die sich innerhalb weniger Tage zu kräftigen Pflänzchen entwickelten.

 

Mitte Mai durften sie dann (nach einer kurzen Abhärtungsphase) ins Freiland. Einen Teil der Pflanzen hat Frau Farn in eine 40cm hohe Holzkiste mit offenem Boden gesetzt. In der Hoffnung, dass die Ernte so etwas einfacher würde. Den anderen Teil einfach in die Erde gepflanzt.

Eine sonnige Stelle im Garten mit möglichst lockerem Boden ist optimal für den Anbau.

 

ursprünglich aus wärmeren Gefilden kommend sind sie in unseren Breiten nicht winterhart. Trotzdem wird an mancher Stelle empfohlen, Erdmandeln in Kübeln anzupflanzen, um einer unkontrollierten Ausbreitung entgegenzuwirken.

Die Wurzeln samt Stolonen (=Verdickungen, die die essbaren Knöllchen bilden) können nämlich recht lang werden. Mit ihren sattgrünen Blättern können sie im Kübel durchaus dekorativ sein und problemlos mit anderen Ziergräsern mithalten.

 

Da die Nächte hier inzwischen schon ziemlich kühl sind, hat Frau Farn schonmal etwa die Hälfte ihrer Erdmandeln geerntet. Die Ernte fühlt sich für Frau Farn an wie eine Schatzsuche: Vorsichtig graben, die Grasbüschel herausziehen, an den feinen Wurzeln hängt bereits ein Teil der Knöllchen, dann die gelockerte Erde sieben ... und den Glücksmoment genießen, immer noch mehr der kleinen Knöllchen zu finden.

 

Die Idee mit dem Holzrahmen hat sich prinzipiell bewährt, allerdings wird Frau Farn nächstes Jahr einen größeren Pflanzabstand einhalten, damit die einzelnen Pflanzen mehr Raum haben, um sich auszubreiten... und so auch hoffentlich mehr Knollen entwickeln.

 

Aus der Holzkiste hat Frau Farn ein Schüsselchen der Nüsse gefischt. Aber wer weiß, vielleicht findet sie später in der näheren Umgebung ja noch die eine oder andere. Und die Freilandnüsse sind ja auch noch in der Erde.

 

Nach dem Säubern werden die Nüsse getrocknet und können (wenn sie nicht vorher vernascht werden..) im nächsten Frühjahr wieder eingetopft werden.

So war auch der Plan : aus den ursprünglichen 15 Nüssen ein mehrfaches gewinnen, das als Saatgut für den kommenden Frühling dient... Und daran wachsen dann hoffentlich so viele Nüsschen, daß sich ein paar Mahlzeiten damit zubereiten lassen.

 

was sonst noch so passiert gerade...


 

 

 

 

Frau Farn hat eigenes Keimgut für die Sprossenzucht geerntet und einen ersten Keimversuch gestartet. Zum dazugehörigen Beitrag geht´s hier.

Der Herbst mit seinem Vorgeschmack auf den WInter bringt so viel Schönes.

Auch, dass die Vögel in den verkahlenden Ästen mehr in Erscheinung treten. Besser zu beobachten sind.

 

Weil Frau Farn sich so an all den Vögeln im Garten erfreut und sie natürlich eine wichtige Rolle im Gartengeschehen haben ("unliebsame Gäste"-fresser!), hat sie kürzlich ein paar hübsche Überwinterungshilfen im Garten verteilt. Die kleinen tropfenförmigen Nester aus Naturmaterialien schützen ihre Freunde vor allzu harscher Kälte und können so einem gefährlichen Energieverlust entgegenwirken. Sehr wahrscheinlich finden "ihre" Vögel hier auch genügend eigenes Baumaterial, da sie ja keinen perfekt aufgeräumten Garten hat, sondern immer irgendwo Haufen mit Strauchschnitt oder Ästchen liegenlässt. Die gekauften Nester sind aber einfach auch sehr hübsch anzuschauen. Und wurden tatsächlich bereits nach zwei Tagen von einem Zaunkönigpärchen neugierig inspiziert :)

 

 

Da die Gartenarbeiten sich langsam aber sicher für dieses Jahr dem ende zuneigen, beginnt für Frau Farn die Zeit der Vorbereitungen auf die nächste Saison. Ihre geliebte Gartenserie "Gardener´s world" ist bereits in die WInterpause gegangen, aber gerade ist von Monty Don ein neues Buch erschienen.

 

 

 

 

 

Monty Don - Down to earth

 

im DK Penguin Random House Verlag erschienen (bislang nur in englisch)

 

Mit Monty Don hat damals auch alles angefangen.

zunächst hat Frau Farn in ihrem ersten Garten einfach nur rumprobiert, planlos Pflanzen irgendwo eingesetzt. Dann hat sie ein Buch von Monty Don gelesen und begonnen, genauer hinzuschauen und über Zusammenhänge nachzudenken.

 

Seine Liebe für die Natur ist in jedem Satz spürbar, in jedem Bild sichtbar.

So kann sie sich einigermaßen über die kalte Jahreszeit retten. Und bald dürften auch die Saatgutkataloge ins Haus flattern... Frau Farn freut sich schon jetzt darauf.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0