Selbstversorgung ? der status quo

Frau Farn träumt von einer größtmöglichen Selbstversorgung aber wie ist eigentlich der status quo? Wieviel und was aus dem Garten landet tatsächlich auf dem Teller und im Magen? Jetzt mal Butter bei die Fische.

 

Frau Farn will hier ja nichts vortäuschen. Natürlich zeigt sie gerne schöne Photos, am liebsten Nahaufnahmen, aber wie aussagekräftig sind die in Wirklichkeit? Photos sind von Natur aus nur ein Ausschnitt der Realität, eine Momentaufnahme, von der Perspektive des Photographen mitbestimmt.

ob da nun ein Radicchio wächst oder fünfzig ist daraus nicht unbedingt ersichtlich.

Natürlich zeigt Frau Farn lieber gesunde, gut gewachsene Pflanzen. Aber nicht alles gedeiht so üppig. Frau Farn ist ja keine gelernte Gärtnerin. Sondern probiert und schaut und lernt hoffentlich dazu.

Sowohl was die Bedürfnisse einzelner Pflanzen als auch Anbaumenge und -zeitpunkt anbelangt muss Frau Farn immer wieder feststellen: sie hat sich verschätzt oder etwas nicht beachtet. Bleibt der Wunsch, es im nächsten Jahr besser zu machen.

 

Jeden Tag landet etwas frisches in der Küche, aber Frau Farn muss immer noch viel dazukaufen. Oder sammeln ;) Der Herbst bietet sich dazu perfekt an! (mehr dazu hier: &  2)

Mal sind es nur ein paar Kräuter auf dem Frühstücksbrot, eine Handvoll Salat oder ein frischer Tee, aber manches Mal besteht das Hauptgericht tatsächlich nur aus eigenem Gemüse. Wie auch immer ... Frau Farn weiß das unglaublich zu schätzen und begegnet dem Gepflücktem mit großer Sorgfalt und Wertschätzung. Wahrscheinlich schmeckt es deshalb so gut und macht Frau Farn so zufrieden.

 

Und jedes selbstgezogene Gemüse verringert den ökologischen Fußabdruck.

Was also könnte besser sein?

 

Zurück zur Butter. Und den Fischen:

Frau Farn pflückt und erntet in diesen Tagen konkret Folgendes:

Gemüse und Salat:

  • Topinambur
  • Rote bete
  • Lauch
  • Feldsalat, Rukola, Schnittsalat, Radicchio, Winterportulak
  • Radieschen
  • Ewiger Kohl
  • Neuseelandspinat
  • Hörnchenkürbis

Kräuter:

  • Lauch Scheibenschötchen
  • Pimpinelle
  • Kapuzinerkresse
  • Brunnenkresse
  • Schnittlauch
  • Petersilie
  • Kerbel
  • Minze
  • Salbei
  • Rosmarin
  • Thymian
  • Majoran
  • Fenchelsamen 
  • Liebstöckel

 

Wildkräuter (junge Blätter):

  • Giersch
  • Sauerampfer
  • Gundermann
  • Löwenzahn
  • Borretsch

Obst: Himbeeren en masse ...eine Handvoll Gojibeeren und zwei (!) Cranberries will Frau Farn auch nicht verschweigen. Auch das ist ein kleiner Erfolg :)

Ihre Physalis ist zwar üppig gediehen, aber die Früchte werden wohl mal wieder nicht reif. Zu wenig Sonne? Es ist an allen Standorten dasselbe Bild hier. Vielleicht weiß jemand Rat?

 

 

In ein oder zwei Wochen wird Frau Farn ihre Erdmandeln ernten und versuchen, die Yams auszugraben. Sie ist schon super gespannt!

Außerdem wachsen Schwarzwurzeln , Winterendivie, Postelein und Grünkohl weiter in den Winter hinein.

 

Frau Farn hat sich ein kleines Büchlein über Wintergärtnerei besorgt, damit sie für das nächste Jahr besser vorbereitet ist.

Immerhin hat sie es geschafft, für diesen Winter einen kleinen Vorrat anzulegen: durch einkochen, trocknen und einfrieren.

Alles gut also.

 

Von Selbstversorgung kann man hier noch lange nicht sprechen, aber der Weg ist das Ziel. Zumindest Salat und Kräutertechnisch ist Frau Farn schon ganz gut dabei ...

Frau Farn kehrt auf den Boden der Tatsachen zurück: etwas vage wird ihr Geschreibsel hier wohl immer bleiben, so lange sie nicht bereit ist, Buch zu führen über ihre konkreten Erträge. Das aber ist nunmal so gar nicht ihr Ding.

 

Nächstes Jahr... ist immer so ein visionärer Gärtnergedanke. Nächstes Jahr wird der Boden eine gute Struktur haben und voller Nährstoffe sein. Nächstes Jahr werden alle Pflanzen gut eingewachsen sein und noch besser als bislang gedeihen. Nächstes Jahr will Frau Farn sich noch mehr in Geduld üben und nicht zu früh aussäen, der Versuchung widerstehen. Nächstes Jahr scheint natürlich auch die Sonne viel mehr.

Der Gedanke an nächstes Jahr ist immer ein schöner und bunter:) Ein gewisser Optimismus gehört wohl zum Gärtnern dazu, denkt sich Frau Farn und lächelt. Man sagt nicht ohne Grund, dass Gärtnern einen therapeutischen Effekt hat, der Seele gut tut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gestern haben sich doch tatsächlich die Cosmeenblüten geöffnet, die Frau Farn fast schon aufgegeben hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Als ob die federleichten Blüten nicht an sich schon hübsch genug wären: 

kleine Sterne in der Blütenmitte

Also auf, auf! Wer keinen eigenen Garten und auch keinen Balkon hat, findet vielleicht in der Umgebung einen Gemeinschaftsgarten oder gar einen Mietacker. Solche Projekte schiessen ja seit einer Weile wie Pilze aus dem Boden.

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