Über Regenträumereien und den Vogel des Jahres

Seit ein paar Tagen ist es still um Frau Farn geworden.

Dafür gibt´s heute gleich ein Doppelpack:

Frau Farn veröffentlicht parallel zu diesem Blogartikel einen Beitrag über ihre Zimmerpflanzen, bzw wie diese mit geringem Aufwand immer zahlreicher werden.

Das Thema ist wohl dem nicht enden wollenden Niederschlag zuzuschreiben, der erschwert derweil die Gartenarbeit...

 

Frau Farn muss innehalten, obwohl so viel zu tun wäre. nicht, weil sie den Regen scheuen würde. Schließlich nennt sie ein Paar Regenstiefel ihr eigen und ist auch sonst nicht aus Zucker. Aber für den an sich schon schweren Boden wäre es nicht gut, ihn noch weiter zu verdichten - was durch Herumtrampeln im Matsch nun mal unweigerlich geschähe.

 

Also sein lassen. Drinnen bleiben, Pläne schmieden. Träumen.

In ferne Länder oder den nächsten Urlaub? Nein, Frau Farn träumt vom unmittelbaren Draussen, vom Grün direkt vor der Tür.

Was ist noch zu tun im Garten? Was kann in die Tat umgesetzt werden,

sobald die Sonne sich mal wieder blicken und den Boden abtrocknen lässt?

 

1. Aus einem befreundeten Garten hat Frau Farn eine ganze Menge toller Pflanzen bekommen, für die sie den Garten stellenweise etwas umstrukturieren möchte. So entwickelt sich dieser Ort mit jeder Pflanze und durch jeden Freund weiter. Frau Farn mag es, Pflanzen mit lieben Menschen zu verknüpfen. 

Für viele Pflanzen ist der Herbst ein guter Zeitpunkt zum (Um-)pflanzen und auch zum Teilen größerer Stauden.

 

2. Einige Zwiebelpflanzen (vor allem: mehr von dem wunderschönen Allium) wollen ebenfalls noch in die Erde gebracht werden.

Das Setzen von Zwiebel-pflanzen kann noch bis vor dem Frost geschehen.

 

3. Zwei Haselnusssträucher müssen ausgelichtet werden, da sie den garten inzwischen zu sehr beschatten und mit zunehmendem Alter weniger Nüsse tragen. Die anfallenden Äste werden begutachtet, feinere gehäckselt, größere für Gartenbauvorhaben gesammelt. Frau Farn bastelt ihre Beetbegrenzungen, Rankhilfen und Stützvorrichtungen daraus. Hübsch sind Haselnussruten auch in geflochtenen Zäunen oder zu Kränzen gewunden. 

 

4. Der Schuppen soll für seine künftigen bewohner hergerichtet werden.

Eins der aufwändigeren projekte... Frau Farn träumt von Hühnern. Nicht viele...

nur drei oder so... und ein Hahn natürlich. Damit es ihnen auch gut ergeht, ist viel zu bedenken, zu planen und konkret zu bauen. Dazu wird dann zugegebener Zeit vielleicht mal ein eigener Artikel erscheinen.

 

5. Auf den derzeit freien Beetflächen will Frau Farn großzügig Mulch verteilen. Sie hat noch einige Strohballen für diesen Zweck hier stehen. Momentan sind die aber so schwer, weil mit Wasser vollgesogen, dass sie nicht von der Stelle zu bewegen sind.

 

6. Nicht winterharte Kübelpflanzen wollen ins Hausinnere gebracht werden.

 

Laufende Aufgaben wie Laub sammeln, ernten, Kompost mischen, Rückschnitt kumulieren sich zusätzlich, wenn Frau Farn ein paar Tage im Rückstand liegt.

 

Puh, denkt Frau Farn und wischt sich die Stirn, denn es fühlt sich so an, als würde sie diese Liste ins Schwitzen bringen.

Eins nach dem anderen, sagt sie sich und schaut durchs Fenster gen Himmel.

Lächelt:  Hier ereignet sich gerade mal wieder, was ihr einem Wunder gleichkommt:

 

das allabendliche Naturschauspiel

 

der Einflug der Stare

 

Dass dieser riesige Schwarm wirklich ihren Garten als Schlafplatz auserkoren hat, macht Frau Farn so glücklich. Es raubt ihr immer wieder den Atem. Einzelne Gruppen vereinen sich im Flug zu immer größeren, ziehen ihre Kreise, formieren sich zu immer neuen Gebilden. Wie ein Meeresrauschen sausen sie über Frau Farn hinweg, um dann im Sturzflug in den Bambushain einzufallen.

Zählen kann man sie kaum. Aber es sind wirklich viele!

Am Abend verleihen sie dem Garten ein Dschungelgefühl, wenn ihr lautes Gezwitscher, ihre teils bizarren Laute die Dämmerung erfüllen.

 

Bisher vergeblich hat Frau Farn versucht, das auf Video einzufangen.

Man muss es schon erleben!

 

Auch sonst gibt es viel Schönes zu sehen im Herbst, Frau Farn hält dafür die Augen immer weit offen. Manchmal ist die Kamera dabei, meistens nicht.

Das ist aber nicht schlimm, denn was zählt, ist ja der Moment an sich.

 

 

 

Wie hübsch Regentropfen aussehen, hat Frau Farn ja bereits begonnen, in einer kleinen Fotoreihe festzuhalten :) Das macht das viele Nass doch gleich ein wenig erträglicher.

 

Frau Farn beschließt diesen Beitrag voller Vorfreude auf den nächsten trockenen Tag. Irgendwann wird er kommen. Und bis dahin gibt es auch genug anderes zu tun. Jetzt erstmal kommen die Maronen in den Ofen.

Hmm! Noch so ein Geschenk des Herbstes.

Ein großes Dankeschön schickt Frau Farn an ihre Sammlerfreunde!

sie selbst hat es ja dieses Jahr nicht geschafft, auf die Suche zu gehen.

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