it´s teatime!

Wie fast jeden Tag bringt Frau Farn auch heute einen großen Büschel frischer Kräuter ins Haus. Heute will Frau Farn von ihren Teekräutern erzählen.

ihre eindeutigen Favoriten sind:

  • Minze (Kraut)
  • Zitronenverbene (Blätter)
  • fenchel (Samen)
  • Kamille (Blüten)
  • Baldrian (Wurzel)
  • Lavendel (Blüten)
  • Salbei (Blätter)

Nutzen könnte man noch ein dutzend anderer pflanzen, die hier wachsen.

Die meisten davon zählen zu den Heilkräutern und werden im Farnschen Reich bei so manchem Wehwehchen angewandt. Thymian oder Schafgarbe zum Beispiel.

Dieses Jahr hat Frau Farn zum ersten Mal Monarden ausgesät, die inzwischen zu sehr hübschen und gut entwickelten Pflanzen herangewachsen sind. Deren Tee möchte Frau Farn demnächst mal probieren.

Bis dahin labt sie sich vor allem an Minze und Zitronenverbene.

Täglich werden einige Blättchen oder ganze Stiele mit kochendem Wasser übergossen und stehen in einer hübschen Glaskaraffe (die natürlich grün ist) zum einschenken und genießen bereit. Die Pflanzen nehmen ihr die ständige Klauberei nicht übel, nein ganz im gegenteil: sie wachsen immer weiter und verzweigen sich zu immer größerem.



Beide Pflanzen sind mehrjährig, die Verbene muss jedoch den Winter an einem hellen kühlen (5 -10 C) Ort im Haus verbringen. Sie wächst zu einem kleinen Strauch heran. die Blätter verströmen bei Berührung ein unglaublich intensives Zitronenaroma, das auch getrocknet noch relativ lange anhält. Im Winter verliert sie ihr Laub, treibt jedoch im Frühjahr wieder kräftig aus. Um sie buschig werden zu lassen, ist ein kontinuierlicher Rückschnitt (=Ernte) der langen Triebe gut.

Die Minzfamilie ist außerordentlich groß, manche Sorten sind auch in unseren Breiten nicht winterfest. Derlei Sorten kultiviert Frau Farn jedoch hier nicht. Ihre Pflanzen sind an unterschiedlichen Stellen im Garten verteilt, sie gedeihen auch im Halbschatten wunderbar und bevorzugen einen leicht feuchten Boden.  dort breiten sie in Windeseile ihre Ausläufer in alle Richtungen aus, was manch einer als lästig empfindet und Minze generell nur in Töpfen hält.

 

Frau Farn brüht ihren Tee bis in den späten Herbst hinein frisch auf.

Dann, wenn es zu kalt wird, holt sie die Verbene ins Haus und verwahrt alle Blätter, die im Laufe der Zeit ganz natürlich vertrocknen, in einem Glas auf. Das ist der getrocknete Tee bis zum nächsten Frühjahr, wenn es wieder frisches Grün gibt.

Die Minze erhält dann noch einen letzten Radikalschnitt. Sie ist beinahe unverwüstlich und wird mit an Gewissheit grenzender Wahrscheinlichkeit im nächsten Jahr ein etwa doppelt so großes Areal begrünen, wenn Frau Farn sie denn lässt.

 

Oder ihre geplanten Mitbewohner.

Frau Farn schmunzelt bei diesem Gedanken. 

Derzeit ist sie mit den Vorbereitungen für deren Einzug beschäftigt.

Aber davon will sie ein andermal erzählen.

Nun schlürft sie erstmal ihren Tee, der ihr kalt ganz besonders schmeckt.

So erfrischend!

 

Minze findet auch in der Küche vielfältigen Einsatz: in Tabbouleh, Raita, diversen Dips, lecker mit Erbsen.... auch ein Pesto lässt sich daraus bereiten. Die beruhigende Wirkung von Minze auf Magen und Darm ist gemeinhin bekannt.

 

Verbene gilt ebenfalls als hilfreich bei Blähungen und Koliken, aber auch bei Schlafstörungen und leichter Nervosität. Ihr zitroniges Aroma passt wunderbar in Desserts. Auch zu Fisch oder Huhn soll das gut schmecken, das kann Frau Farn aber nicht aus eigener Erfahrung beurteilen.

 

Neben den nun ausführlicher beschriebenen zwei Pflanzen hat Frau Farn auch immer einen Vorrat von den anderen oben genannten Kräutern. Allesamt pflanzen, die den Garten und die Küche sehr bereichern, und darüber hinaus Naturheilmittel.... Davon will Frau Farn aber Ein andermal schreiben... Sie will ja noch was tun heute.

 

 

 

Frau Farn hat Hagebutten geschenkt bekommen und will diese nun zerkleinern, um sie anschließend im Dörrgerät zu trocknen. Als Super-Vitamin C-Tee für den Winter. Weil die Früchte nach einer Frostperiode süsser werden, hat Frau Farn sie gestern für einen Tag ins Kühlfach gelegt.

 

 

 

Außerdem hat Frau Farn die trockenen Stunden genutzt, um Saatgut im Garten zu sammeln. Heute vom abessinischen Kohl und von den Radieschen. Die Samenschoten bewahrt sie noch einige Tage in einem offenen Schälchen auf bis sie vollständig getrocknet sind. Dann kommen sie in ein verschlossenes und beschriftetes Behältnis und werden trocken und Kühl aufbewahrt.

 

Eigenes Saatgut heranzuziehen, ist für Frau Farn ein wichtiger Punkt beim Stichwort Selbstversorgung. gerade in Zeiten in denen zunehmend F1 Hybrid Saatgut im Handel erhältlich ist.

Frau Farn will jetzt nicht anfangen, sich über die "böse Globalisierung", das "Monsanto-Monopol" oder die "furchtbare Agrarpolitik" aufzuregen, Davon wird schließlich auch nichts besser.

Aber jeder kann einen kleinen Beitrag leisten, die ach so faszinierende Artenvielfalt zu erhalten und zu schützen.

Und sich nebenbei unabhängig von den großen Saatgutkonzernen machen.

 

Wer bei diesem Thema aufmerkt, dem empfiehlt Frau Farn, sich die Seite von pro specia rare anzusehen.

Ihr Ursprungssaatgut bezieht Frau Farn vornehmlich von Dreschflegel, da es dort viele alte und nur samenfeste Sorten gibt. Auf Tauschbörsen zu stöbern ist eine weitere nette Möglichkeit, Saatgut fernab vom Standard zu erstehen und die ein oder andere Neuentdeckung zu machen.

Und Ihr? Hebt ihr eigenes Saatgut auf? Habt Lust zu tauschen?

Habt eine tolle Teeempfehlung, ein leckeres Rezept mit Minze oder sonstige Anregung?

 

Hier oder auf facbook, schreibt Frau Farn, wenn ihr mögt.

 

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