Duftwolken

Duftwolken

Aromatherapie Garten!


Im letzten Jahr hat Frau Farn begonnen, vermehrt Pflanzen vorzuziehen, die sich mit ihrem intensiven Duft rühmen. So findet ihr Näschen jederzeit etwas Besonderes zu schnuppern und an warmen Sommertagen kommen echte Urlaubsgefühle auf.

Eine besondere Faszination üben die Nachtdufter auf Frau Farn aus. Sie ist ganz angetan wie diese ihre Duftschwaden am Abend tief in den Garten hinein hauchen. Einige von ihnen haben sich auf Nachtfalter spezialisiert, die meisten werden aber auch am Tage reichlich besucht.

 

Hier, in Frau Farns Garten, tragen vor allem die folgenden Pflanzen dazu bei, die Sinne zu betören: Hyazinthen, Maiglöckchen, Flieder, Levkojen, Nachtviolen, Goldlack, Rosen, Phlox, Nachtkerze, Geißblatt, Baldrian, Mädesüss, Lavendel, Thymian, Majoran und Holunder. 

Eine Menge anderer Blüten und Kräuter verströmen ebenfalls Aromen - jedoch bei weitem nicht so intensiv oder nur bei Berührung (darunter viele Kräuter).

 

Ferner gibt es eine große Anzahl exotischer Pflanzen, die jedoch naturgemäß in unseren Breiten nicht frosthart sind und auch nur vereinzelt den Winter im Haus überstehen. 

 

Frau Farn umsorgt einen Oleander, der inzwischen schon recht alt ist. Dieses Jahr wurde er einem Radikalschnitt unterzogen, da seine Triebe ziemlich sparrig geworden sind. Zu Frau Fans großer Freude treibt er kräftig neu aus und lässt auf eine reiche Blüte im nächsten Jahr hoffen. 

Ausserdem sind da zwei Vanilleblumen. Frau Farn will versuchen, sie im Haus zu überwintern. Mit den meisten Exoten hatte Frau Farn bislang nicht so viel Glück. Der Jasmin hat es leider nicht geschafft. Aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, denkt sich Frau Farn und stellt je einen Topf Kardamom und Kurkuma auf den freigewordenen Platz.

 

Misserfolge gehören zum Gärtnern dazu.

Frau Farn meint, es ist viel entscheidender was man daraus letztlich lernt. Es geht ja immer darum, zu erkennen, was eine Pflanze braucht, damit sie sich wohlfühlt. 

 

Der Duft ist für Frau Farn eine eigene Dimension des Gartens. Beim Schlendern lässt er sie die Augen schließen und innehalten. Je nach Jahreszeit, Tageszeit und Temperatur gibt es immer wieder neues zu entdecken, zu erschnuppern. Frau Farn kriegt nicht genug davon. Sie möchte den duft, den Moment einfangen und in ein Reagenzglas stecken, das sie im Winter oder wann immer sie will öffnen kann, um daran zu schnuppern.

 

Aber die Vergänglichkeit ist vielleicht gerade das, was dem Duft sein zauberhaftes Wesen verleiht.

 

Düfte rufen Erinnerungen hervor, lebendige Bilder, an bestimmte Düfte geknüpfte Momente. Frau Farn saugt die Brise tief ein, lässt sich umfangen, einfangen und forttreiben.  Atmet mit einem "aah" oder "mmh" aus und lässt die Augen noch einen Moment geschlossen.

 

Frau Farn meint, duftende Orte sind ein enormes Plus an Lebensqualität und es sollte viel viel mehr davon geben. Für fast jeden Standort gibt es die ein oder andere Duftpflanze.

 

Manches wächst in optimaler Nasenhöhe (hier: Baldrian, Phlox, Mädesüss, Nachtviolen, Kletterrosen, Geissblatt, Nachtkerze). Besonders an Wegen entlang und am Sitzplatz kommen die Duftwolken bestens zur Geltung. Ein paar der eher niedrig bleibenden Pflanzen in Töpfen auf Treppen, Fensterbänken und Tischen sorgen für noch mehr Dufterlebnisse. 

Die meisten mögen volle Sonne am liebsten und entwickeln dann auch die intensivste Konzentration an ätherischen Ölen (mediterrane Kräuter, Levkojen, Phlox), andere vertragen oder bevorzugen schattige, eher feuchte Standorte (Baldrian, Mädesüss, Waldmeister).

 

Wer Lust bekommen hat sich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen, dem empfiehlt Frau Farn den Katalog von Rühlemanns (www.kraeuter-und-duftpflanzen.de) - warnt aber vor: das Sortiment ist überwältigend. 

 

FRau Farn ist neugierig, welches Eure liebsten Duftpflanzen sind

Und mit welchen Pflanzen ihr besondere Erinnerungen verknüpft.

 

Frau Farn nimmt noch eine tiefe Brise, bevor sie sich für heute vom Garten verabschiedet.

 

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