Himbeerschwemme - vom Glück&Überfluss

Himbeerschwemme

vom Glück & Überfluss

Seit etwa zwei Wochen erntet Frau Farn täglich mindestens zwei Handvoll köstlichster Himbeeren. Wie phantastisch die roten Früchte schmecken weiß Frau Farn eigentlich erst seit sie eigene im Garten kultiviert. Und extrem gesund sind sie dabei auch noch:

neben vglw hohem Vitamin c Gehalt sind sie randvoll mit Provitamin A und B, reich an Kalzium und Eisen. Sie gelten damit als blutreinigend -und bildend und können helfen, entzündlichen prozessen vorzubeugen. Himbeeren zählen zu den ältesten Kulturfrüchten überhaupt in Europa. Die Blätter, einer eigenen Teemischung zugefügt, können lindernd bei Frauenleiden wirken. Das hat Frau Farn aber bis dato noch nicht ausprobiert.

 

Kürzlich war Frau Farn zu Besuch auf einer Professionellen (also gewerblichen) Anbaufläche für Himbeeren. Die dort wachsenden Pflanzen hatten wesentlich mehr Abstand zueinander und waren größtenteils aufgebunden. Das ermöglicht eine bessere Ausnutzung der Sonneneinstrahlung und erleichtert das Pflücken.

 

Frau Farns Pflanzen stehen wesentlich dichter und wachsen unkontrollierter. Frau Farn empfindet das als natürlicher. Und mehr Tiere haben so Unterschlupfmöglichkeiten. obwohl sie hier und da mal was zurückschneidet, bringt Frau Farn es einfach nicht übers Herz, radikaler auszudünnen. Frau Farn hat auch nicht den Eindruck, dass sie dadurch eine geringere Ernte erzielt.

Zu Bedenken ist allerdings, dass ein zu dichter Wuchs die Luftzirkulation behindert und die Anfälligkeit für die sogenannte Rutenkrankheit erhöhen kann.

Einhalt gebieten muss Frau Farn aber immer wieder den zahlreichen Ausläufern. Das sollte man nämlich wissen, wenn man sich Himbeeren in den Garten holt: sie wandern und breiten sich unterirdisch in alle Richtungen aus. Hier schiessen permanent Meter entfernt von der Mutterpflanze neue Triebe aus dem Rasen und den Blumenbeeten. Wenn man sie nur lässt erobern Himbeeren im Nu einen ganzen Garten.

 

Ein wohltuender Wind streicht Frau Farn, mildert die drückende Wärme und bringt die Klangspiele auf der Terrasse zum Tanzen. Frau Farn schaut den vielen Schmetterlingen zu, wie sie von Blüte zu Blüte flattern. Platterbsen und Eisenkraut scheinen es ihnen besonders angetan zu haben. Die Hausamsel, die ihren festen Platz auf dem Dachsims hat, trällert ihre Mittagsouvertüre.

Amseln lieben die roten Kraftpakete übrigens genauso wie Frau Farn und bekommen einen guten Teil der jährlichen Ernte ab. Bislang wurden davon beide Parteien ohne Probleme satt.

 

Himbeeren mögen leicht sauren, gemulchten Boden besonders.

Frühe und späte Sorten fruchten an unterschiedlichen Trieben und werden daher im Winter auch anders geschnitten.

Für Frau Farn ist es ein grosses Glück zwei verschiedene Himbeersorten zu haben, so wird die Erntezeit ein gutes Stück ausgedehnt, reicht etwa von Juni bis Oktober, und das bei täglichem Pflücken!

 

Mit Obst aus dem Supermarkt sind die eigenen Früchte nicht zu vergleichen. Dazwischen liegen einfach Welten, meint Frau Farn.

Je frischer desto besser, leckerer und gesünder.

 


Und was macht frau mit all den Früchten?

Es gibt kaum etwas Besseres als bei jedem Rundgang durch den Garten hier und da etwas zu pflücken, zu probieren. So landen ein paar Beeren immer direkt im Mund von Frau Farn. Und denen von Freunden, die zu Besuch kommen.

Einige werden dem Gartensalat beigefügt. Frau Farn schätzt es, sehr unterschiedliche Geschmacksnoten darin zu kombinieren. Die süssen Früchte geben einen leckeren kontrast zu herberen Ingredienzien wie Rukola oder Senfsalaten.

Phantastisch auch als Zutat für Obstsalat, Smoothies, Joghurt, Eis.

Einen Grossteil der Beeren Friert Frau Farn erstmal ein, um grössere Mengen zur Weiterverarbeitung anzusammeln bzw sie später im Jahr nutzen zu können.

Neben den klassischen Rezepten wie Marmelade, Gelee und Essig, die den Geschmack des Sommers für den dunklen Winter konservieren, hat Frau Farn zuletzt jene Verwendungen ausprobiert:

 

Fruchtleder ist einfach der Hammer. Frau Farn läuft das Wasser allein bei dem Gedanken daran im Munde zusammen. Man kann es aus allerlei Früchten herstellen, als Konsistenzgeber nimmt Frau Farn meistens eine Banane dazu.

Das Obst wird püriert (nach Belieben noch passiert) und dünn auf Backpapier ausgestrichen. Ein Dörrgerät (Löcher ins backpapier stechen, damit die Luft zirkulieren kann) ist hier vorteilhaft, da der Energieaufwand im backofen unverhältnismäßig hoch ist.

Die Fruchtmasse wird sehr langsam bei niedrigen Temperaturen getrocknet (Ofen: Tür auflassen!). Das Ganze dauert schon ein paar Stunden. Anschließend werden die gummiartigen Platten in Stücke oder Streifen gerissen oder geschnitten. Frau Farn findet es besonders hübsch, Streifen aufzurollen (wie Lakritzschnecken).

Man erhält eine sehr leckere und vor allem gesunde Knabberei, die sich in Gläsern verpackt auch eine ganze Weile lagern lässt.

 

Die Zuckervariationen sind mehr eine Spielerei für frau Farn, da sie in der Küche kaum welchen verwendet. Denkbar ist das Ganze natürlich auch mit dem gesünderen Birkenzucker, Rohrzucker oder Kokosblüten-zucker.

Freude hat Frau Farn daran, weil es hübsch anzuschauen ist und einen äußerst dekorativen effekt hat, ihn als Finish über eine süsse Mahlzeit zu streuen oder Cocktailglasränder damit zu bestäuben.

Auch geschmacklich tun sich dadurch neue Möglichkeiten auf.

 

Mit Liebe verpackt sind sowohl die Fruchtleder als auch die Zuckervariationen ein süsses Mitbringsel.

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Kommentare: 2
  • #1

    Anne (Samstag, 08 Juli 2017 20:17)

    HI, das Fruchtleder werd ich auf jeden Fall ausprobieren, hört sich lecker an und ich bin immer auf der Suche nach veganen Leckereien ;.)
    LG Anne

  • #2

    Frau FArn (Sonntag, 09 Juli 2017 20:32)

    Hey Anne, berichte mal, welche Früchte Du genommen hast und wie Dir das Ergebnis geschmeckt hat. Dörrgerät könnte ich auch mal ein Wochenende verleihen ;) LG